Öffentlicher Raum ist kein Parkplatz – Mehr Aufenthaltsqualität für die Menschen

Die Bezirksvertretung Innenstadt hat auf Ihrer Sitzung am 10. November 2016 mehrheitlich den Beschluss gefasst, dass die Parkplätze im Kernbereich der Innenstadt schrittweise zurück gebaut werden sollen. In dem von Linken, Grünen und Deinen Freunden unterstützten Antrag wurden Bereiche benannt, in denen das Parken aus dem öffentlichen Straßenraum in die umliegenden Parkhäuser verlagert werden soll. Ziel ist es, die Zahl der PKW, die im öffentlichen Straßenraum parken, jährlich um 10 Prozent zu reduzieren.
Nach Angaben der IHK sind die knapp 11.000 Plätze in den Parkhäusern der Innenstadt im Jahresdurchschnitt zwischen 50 und 70 Prozent ausgelastet. Entsprechend stehen bis zu 5600 Plätze dauerhaft zur Verfügung. Die Zahl der Stellplätze im definierten, öffentlichen Raum liegen lediglich bei ca. 1400 – diese würden sukzessive abgebaut.

Im Blick ist dabei zunächst die große Zahl an PKW, mit denen Menschen zum Shoppen oder als Berufspendler in die Innenstadt fahren. Der Beschluss der BV sieht ein zügiges Ende dieses Parkens im Straßenraum vor.
Entschieden zurückweisen können wir die Aussagen der FDP aus der „Aktuelle Stunde zu Parkplätzen in der Kölner Innenstadt“ in der Kölner Ratssitzung am Donnerstag. Es werden keine Anwohnerparkplätze abgeschafft, sondern auf der Basis von Angeboten verlagert.

Für die Anwohner sollen Angebote in den Parkhäusern geschaffen werden, indem die Stadt als Großmieter auftritt und vergünstigte Tarife aushandelt. So weit wie diese Angebote angenommen werden, sollen auch Anwohnerparkplätze im Straßenraum zurückgebaut werden. Die BV Innenstadt setzt auf die Attraktivität dieser Angebote und auf die freie Entscheidung der Anwohner.

Aus dem Antrag:
„Schaffung von Angeboten zur Verlagerung des Anwohnerparkens vom Straßenraum in die umliegenden Parkhäuser und die Annahme dieser Angebote durch die Anwohner in den definierten Zonen.“

Wir wollen im öffentlichen Raum mehr Umwelt-, Lebens- und Aufenthaltsqualität. Dafür können und müssen die Leerstände in den Parkhäusern genutzt werden.

Der Beschluss greift den bereits beschlossenen Masterplan für die Kölner Innenstadt („Ein wesentlicher Faktor zum Erfolg ist die schrittweise Reorganisation des Parkens“), sowie den „10 Punkte Plan“ der Fahrradinitiative „Ring frei“ auf („Parkraum für den IV steht in den umliegenden Parkhäusern zur Verfügung“).

(verfasst von DIE LINKEN und DEINE FREUNDE)

Hier der Antrag auf der Website der Stadt Köln.